Was ist eine Presbyopie?

01.06.2022

Alterssichtigkeit

Unter Presbyopie versteht man Alterssichtigkeit, einen permanenten Verlust der Anpassung des Auges an Objekte in der Nähe. Dieser Zustand ist nicht krankhaft, sondern eine Funktion des Alters. Ohne Korrektur durch Brillen und Kontaktlinsen ist ein scharfes Sehen in der Nähe nicht mehr möglich.

Ab wann tritt eine Presbyopie auf?

Dieser Zustand des Nachlassens der Nahsehschärfe tritt spürbar ab den 40. Lebensjahr auf und nimmt kontinuierlich zu. Kopfschmerzen und verschwommenes Sehen sollten ein starkes Signal sein, den Optiker aufzusuchen.

 

Was kann man tun gegen eine Presbyopie?

Bei der Alterssichtigkeit handelt es sich nicht um eine Krankheit, sondern um eine natürliche Entwicklung. Das Nachlassen der Fähigkeit des Auges, in der Nähe scharf zu sehen, erlebt früher oder später jeder.
Bei jedem Menschen ist es irgendwann soweit: um ohne Anstrengung lesen zu können und die Buchstaben klar zu erkennen, muss die Zeitung oder das Buch immer weiter weggehalten werden.

Die Presbyopie lässt sich zwar nicht wirksam behandeln, aber ausgleichen – am besten und einfachsten mit einer Lesebrille.

 

Symptome

Zunächst fallen Schwierigkeiten vor allem auf, wenn man müde ist oder bei schwachem Licht. Längeres Lesen wird aber allmählich anstrengend, weil die Buchstaben dann verschwimmen.

 

Ursachen

Mit zunehmenden Alter wird die Linse starrer und vermutlich die Augenmuskeln schwächer. Dadurch kann sie sich schlechter wölben.
Das Nahsehen klappt nicht mehr so gut. Das Weitsehen ist ungestört.

Das Frauen oft früher eine Lesebrille benutzen als Männer, liegt vor allem daran, dass sie sich eher darum kümmern. Einen Unterschied zwischen Frauen und Männer, wann die Alterssichtigkeit beginnt, gibt es nicht.

Menschen, die kurzsichtig sind und Probleme haben, entfernte Gegenstände scharf zu sehen, merken die Alterssichtigkeit meist etwas schwächer und später. Sie können die Alterssichtigkeit ausgleichen, indem sie ihre Fernbrille abnehmen.

Wer weitsichtig ist, fühlt sich durch die starrer werdende Linse mehr gestört, weil sich die Anpassungsprobleme für den Nahbereich dadurch noch verstärken.

Behandlung

Alterssichtigkeit lässt sich zwar nicht wirksam behandeln, aber gut ausgleichen. Die einfachste Hilfe, um den Sehverlust im Nahbereich auszugleichen, ist eine Brille.
Manche Menschen hilft für eine Weile eine Fertiglesebrille, auch Lesehilfe genannt. das Problem dabei: Fertiglesebrillen haben gleich starke Gläser – doch meistens ist die Sehstärke beider Augen unterschiedlich.
Unter Umständen ist auch eine Mehrstärkenbrille – eine sogenannte Gleitsichtbrille – sinnvoll.
Eine Alterssichtigkeit kann auch mit Kontaktlinsen ausgeglichen werden.

 

 

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