Lesehilfe vs. Lesebrille

24.11.2021

Warum man gerade beim Lesen auf gute Qualität achten sollte

Lesebrillen im Alltag

Werden die Arme beim Lesen immer länger  oder stellt man die Schrift im Handy größer, spätestens dann ist es Zeit für eine Lesebrille. In diesem fall ist oftmals der erste Gang in eine Drogerie. Denn man braucht schließlich erst einmal “was ganz einfaches”. Es ist ja auch “nur zum Lesen”.

Fakten über Fertig-Lesebrillen – Warum sie nicht unbedingt das Mittel der Wahl sein sollten.

Fertiglesebrillen haben rechts und links immer die gleiche Sehstärke. Benutzen sie trotzdem über einen längeren Zeitraum eine Fertiglesebrille, so kann dies dauerhaft zu Kopfschmerzen führen. Denn die Augen versuchen das Sehungleichgewicht wieder auszugleichen. Die Sehstärke einer einfachen Lesebrille ist auf einen durchschnittlichen festgelegten Augenabstand eingearbeitet. Jedoch sind unsere Gesichtshälften rechts und links nicht immer gleich. Zudem haben einige einen größeren Augenabstand als andere. Wenn man nun mit einer Fertiglesebrille liest, schaut man durch völlig andere Bereiche im Glas, die dort ganz andere Wirkungen haben.

Kopfschmerzen und Ermüdung vorprogrammiert

So macht Lesen wirklich keinen Spaß! Fertiglesebrillen gibt es nur in bestimmten Stärkenabstufungen. Eine passende Stärkenauswahl ist somit nicht möglich. Die Brille ist dann entweder zu stark oder zu schwach oder wegen eines Stärkenunterschiedes rechts zu links gar nicht geeignet. Eine Fehlsichtigkeit wie eine sogenannte Hornhautverkrümmung wird bei einfachen Lesehilfen nicht mit berücksichtigt. Ebenso wenig eine Korrektur mit Minusgläsern, die je nach Fernstärke, auch erforderlich sein kann. Fertige Lesebrillen sind daher nur für den kurzen Gebrauch bei gängigen Stärken geeignet. Etwa wenn man beim Einkaufen mal einen Preis nachlesen möchte. Ansonsten empfiehlt sich eine richtig angepasste Lesebrille! Eine Brille, die nicht nur die passende Glasstärke besitzt, sondern auch auf den individuellen Augenabstand eingeschliffen ist.

Qualität sorgt für bessere Abbildungen und Leichtigkeit beim Lesen

Auch bei Lesebrillen zahlen sich qualitativ hochwertige Gläser aus. Denn Lesen und Arbeiten in der Nähe sind höchst anspruchsvoll für unsere Augen. Entsprechend flach geschliffene Gläser bieten in den Randbereichen eine deutlich bessere Abbildung. Sie sind dünner, leichter und ästhetischer. Eine Super-Entspiegelung sorgt für ein deutlich kontrastreicheres Sehen. Ein zusätzlicher Blaufilter schützt Ihre Augen vor dem schädlichen Blaulicht-Anteil, der von digitalen Medien abgestrahlt wird. Eine entsprechende leichte Brillenfassung sorgt zudem für einen optimalen Tragekomfort, gerade bei längeren Nahtätigkeiten.

Alterssichtigkeit kurz erklärt

Ab dem 40. Lebensjahr beginnt die sogenannte Alterssichtigkeit. Doch was bedeutet das? Unsere Augenlinse trägt dazu bei, dass wir in nahen Entfernungen deutlich sehen können. Dazu zieht sie sich zusammen und stellt “scharf”. Mit der Zeit verliert die Linse allerdings an Elastizität und verhärtet sich. Es fällt uns schwer in kurzen Entfernungen deutlich zu sehen und wir benötigen eine Brille.

Die Alterssichtigkeit hat also nichts mit den Augenmuskeln zu tun, sondern entsteht durch die Verhärtung der Augenlinse. Folglich kann man das Auge auch nicht trainieren und ein Hinauszögern einer Brillenkorrektur macht das Ganze nicht besser, sondern erzeugt eher das Gegenteil! Die Augen werden müde und rot, man fühlt sich abends ausgelaugt, weil das Auge sich permanent anstrengen muss kurze Entfernungen scharf zu stellen und das führt auf Dauer zu Kopfschmerzen. Mit einer Brille wird die Augenlinse unterstützt und man kann wieder entspannt alles klar und deutlich lesen. Dies ist mit einer Lesebrille oder mit einer Gleitsichtbrille möglich. Der Vorteil einer Gleitsichtbrille ist der, dass man seine Lesebrille sogar immer auf der Nase hat. Das permanente auf- und ab entfällt.

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