Ist festes Augenreiben schädlich für die Augen?

03.01.2023

 

Ein kräftiges Gähnen, Strecken und ein Augenreiben: das ist ein bekanntes Bild. Die Augen reibst sich auch, wer schon viele Stunden am Bildschirm gearbeitet oder wer ein Staubkorn ins Auge bekommen hat. Das Reiben der Augen ist manchmal wie ein Reflex und kann viele Gründe haben. Im ersten Moment scheint es auch Abhilfe zu schaffen bei juckenden oder brennenden Augen. Aber kann allzu hingebungsvolles Augenreiben für die Augen wirklich schädlich sein?

 

Zu intensives Augenreiben ist schädlich für die Augen

Wer sich einmal dabei erwischt, die müden oder angestrengten Augen zu reiben, muss sich nicht allzu große Sorgen machen. doch intensives oder häufiges Reiben der Augen sollte vermieden werden. Über die Hände können durch das Augenreiben leicht Bakterien eindringen. Infektionen und Entzündungen können dann die Folge sein. Der Druck, der durch das Reiben entsteht, stellt außerdem eine große Belastung für die Hornhaut dar.  Diese kann sich verformen oder anderweitig geschädigt werden, was zu einer dauerhaft schlechteren Sicht führen kann. Besondere Vorsicht ist geboten, wenn sich ein Fremdkörper im Auge befindet. Auch dieser kann beim Reiben die Augen stark reizen oder im schlimmsten Fall der Hornhaut schaden.

Gründe, sich die Augen zu reiben, gibt es also viele. Eine gute Lösung stellt das Augenreiben leider nie dar. Darum haben wir hier ein paar Tipps für Euch, was Ihr stattdessen machen könnt.

 

Weniger Tränenflüssigkeit im Schlaf

Die Tränendrüsen produzieren über den Tag hinweg reichlich Tränenflüssigkeit. Beim Blinzeln verteilt sich diese dann auf dem Auge und sorgt dafür, dass die Hornhaut befeuchtet bleibt. Für die NAcht schraubt der Körper die Produktion der Tränenflüssigkeit aber zurück. Einsetzende Müdigkeit geht also auch oft mit trockeneren Augen einher. Dass die Augen daraufhin gerieben werden, ist meistens bei Kindern zu beobachten. Doch für Kinder und Erwachsene gilt gleichermaßen: wirklich helfen kann hier nur Schlaf.

 

Vorm Bildschirm wartet auch viel Arbeit für die Augen

Lange Arbeit am Bildschirm kann die Augen stark beanspruchen. Denn einerseits bleibt das Auge über einen längeren Zeitraum nur auf eine Entfernung fokussiert, andererseits blinzeln wir auch deutlich weniger. Kommen dann auch noch Faktoren wie Heizungsluft, Zugluft oder besonders trockene Luft hinzu, können die Augen trocken werden. Der Versuch, dem einsetzenden Jucken und Brennen mit Augenreiben entgegen zu wirken hilft – wenn überhaupt – nur kurzfristig. Sinnvoller sind regelmäßige Pausen für die Augen. Die Augen zwischendurch zu schließen oder den Blick im Raum schweifen zu lassen, können hier schon viel bewirken. Auch ein Spaziergang an der frischen Luft hilft den trockenen Augen.

Manche Bedingungen, gerade am Arbeitsplatz, sind oft nicht wirklich beeinflussbar. Sollten regelmäßige Pausen den Augen nicht ausreichend helfen und diese weiterhin unter Trockenheit leiden, kann künstliche Tränenflüssigkeit eine gute Unterstützung sein. Die kommt oft in Form von Tropfen daher und kann eine mit der natürlichen Tränenflüssigkeit vergleichbare Zusammensetzung vorweisen. Je nach Ausmaß der Beschwerden kommen verschiedene Wirkstoffe in Frage.

 

Fremdkörper sicher entfernen

Sollte sich mal ein Fremdkörper ins Auge verirren, ist das in den meisten Fällen kein Drama. Oft handelt es sich um ein Staubkorn, eine Wimper oder eine kleine Fliege. Am Besten lässt sich der Fremdkörper dann vorsichtig mit einem sauberen Tuch entfernen oder mit fließendem klaren Wasser ausspülen. Hat sich ein scharfkantiges Objekt ins Auge verirrt, sollte ganz besonders darauf geachtet werden, das Augenreiben, da es schädlich für die Augen ist. In diesem Fall ist es das Beste, rasch einen Augenarzt oder eine Augenklinik aufzusuchen, um den Fremdkörper dort sicher entfernen zu lassen.

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